Wie alles begann

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wandelte sich die deutsche Industriegesellschaft. Das patriarchalische Verhältnis zwischen Arbeiter und Prinzipal, wie die Arbeitgeber damals genannt wurden, löste sich auf. Nach englischem Vorbild gründeten Arbeiter in ganz Deutschland berufsbezogene Verbände, um ihre Arbeitsverhältnisse zu verbessern.

 

1889 entstand der Verband der Gold- und Silberarbeiter, der sich im Jahr 1900 dem Deutschen Metallarbeiterverband anschloss. Das Bewusstsein, "Gemeinsam sind wir stark" und die Ablehnung des Antistreikgesetzes 1889 durch den Reichstag, gab den Streikdrohungen der Arbeiter ungeheuere Wirkung. Dem konnten die Arbeitgeber nichts Gleichwertiges entgegensetzen.

 

Trotz zu diesem Zeitpunkt erbittertem Konkurrenzkampf, gelang es Kommerzienrat Erhard, die Schwäbisch Gmünder Unternehmer an einen Tisch zu bekommen.

 

Am 17. August 1906 fand im kleinen Stadtgartensaal die erste Sitzung zur Konstituierung eines Arbeitgeberverbandes statt.

 

Die eigentliche Geburtsstunde des Verbandes war am 08. Oktober 1906. An diesem Tag wurde der Antrag auf Eintragung des Vereins in das Vereinsregister gestellt, dem schon eine Satzung beilag.

 

Bis weit in die 70-ger Jahre war er weitgehend als ein klassischer Arbeitgeberverband anzusehen. Mittlerweile stehen aber die Information der Mitglieder über aktuelle Themen in der Branche, die Organisation von Veranstaltungen, wie Messeauftritte oder die Unterstützung der Mitglieder bei Marketing- und Absatzförderungsaktivitäten im Vordergrund.

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